Wie Tiere qualvoll gehalten werden

Die schöne Vorstellung frei lebender Kühe auf der Weide entspricht leider nicht den tatsächlichen Lebensbedingungen vieler Kühe, deren Milchprodukte wir täglich verzehren. Außerdem könnte man diese Nahrungsmittel nicht zu so günstigen Preisen anbieten, wie die meisten Leute es erwarten. Das ermöglicht erst die Massentierhaltung – auf Kosten der Tiere.

Mastrinder werden in Deutschland größtenteils in Bodenbuchten ohne Einstreu gehalten. In den Ländern der EU werden immer mehr so genannte „Laufställe“ errichtet, in welchen die Kühe zu mehreren gehalten werden und herumlaufen können. Auch die Haltung in Laufställen ist aber keinesfalls artgerecht: Auch hier haben die Tiere nicht ausreichend Platz, um sich zu bewegen und verbringen meist ihr ganzes Leben in den unbequemen Ställen, anstatt Auslauf auf der Weide zu haben. Vollspaltenböden sind noch immer zugelassen, bei welchen die Tiere ohne Einstreu auf harten Holzböden mit Spalten dazwischen laufen. Der harte Boden führt teilweise zu Klauenschäden und beim Hinfallen verletzen sich die schweren Tiere oft. Nicht selten bleiben sie daher über längere Zeit liegen, sodass sie sich kaum noch bewegen. Zudem bilden sich oftmals Rangordnungen in den Ställen aus, unter denen die schwächeren Rinder sehr leiden: Rangniedrigere Tiere haben kaum die Möglichkeit auszuweichen oder sich auszuruhen, werden von Artgenossen ständig von der Futter- und Wasserstelle verjagt und stehen unter Dauerstress.

Deshalb schaut nicht weg, wenn ihr den Verdacht der Tierquälerei habt, und reagiert.

Eure Hanne

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